Merengue

Der Nationaltanz des Landes ist der Merengue. Die traditionellen Gruppen setzen sich aus einer Kapelle mit drei Instrumenten zusammen, einschließlich dem Akkordeon (melodeón), des güra (ein gerilltes Perkussionsinstrument) und der tambora (eine Trommel mit zwei bespannten Seiten). Trotzdem haben sie sich erweitert um weitere Instrumente aufzunehmen, wie das Saxophon, die Trompete, Violinen, die Flöte und das Klavier. Sein Tempo wird als agresiver Rhythmus bezeichnet, der vom Tänzer verlangt, seine Hüften schnell und fließend zu bewegen wodurch die Füße gezwungen werden diesem Rhythmus zu folgen.

Die Texte der alten Merengues besangen sexuelle und andere soziale Themen, die als Tabu galten. Die heutigen Texte sind weniger revolutionär und umfassen auch aktuelle politische Umstände. Seine Musik ist heute ein fester Bestandteil der Popularmusik und der alljährlichen regionalen Musikfestivals. Auch wenn sein Ursprung noch Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen ist, stellt der Merengue eine Mischung von afrikanischen und europäischen Elementen dar.
Andere verweisen darauf, daß der Merengue eine reine dominikanische Musik ist, die von einem Soldaten namens Tomás Torres nach dem Sieg in der Schlacht von Talanquera entwickelt wurde.

Ein anderer Einfluß läßt sich auf die Beziehungen mit Deutschland zurückverfolgen, das als wichtiger Handelspartner die Dominikanische Republik mit dem Akkordeon bekannt machte. Der Merengue hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den armen Gesellschaftsschichten wenig Resonanz gehabt. Künstler wie Juan Espínola, Julio Alberto Hernández und Juan F. García haben mit ihren Versuchen, den Merengue zu einem Hauptrhythmus zu machen, aufgrund seiner Texte wenig Erfolg gehabt.

Um den Merengue an die amerikanischen Soldaten anzupassen, die zwischen 1916 und 1924 im Land waren und mit der Tanzgeschwindigkeit nicht mithalten konnten, wurde im Laufe der Zeit sein Tempo reduziert. Dies war der Beginn seiner Erfolgsgeschichte. Sein Aufstieg begann mit dem Beginn der Regierungszeit des Diktators Rafael Leónidas Trujillo im Jahr 1930, da viele seiner Gefolgsleute den Merengue intensiv förderten. Trujillo stammte aus einer armen Familie und identifizierte sich mit denen, die in den Clubs und am gesellschaftlichen Leben der High Society teilnahmen und damit die Musik zu einem Symbol für den sozialen Status machten.

Tatsächlich hatten verschiedene Merengues, die während seiner Regierungszeit entstanden, seine Diktatur zum Thema. In den 60er, 70er und 80er Jahren wurde der Merengue weiterentwickelt. Johnny Ventura und Wilfredo Vargas erlebten in dieser Zeit ihre größten Erfolge und gelten als die besten Merenguemusiker überhaupt.

Heute stehen Musiker wie Juan Luis Guerra, José Luis Rodriguez und Pablo
Alejandro an der Spitze der Merengueinterpreten.

Bachata

Der Tanz Bachata ist langsamer als der Merengue. Entstanden ist er in den ländlichen Gebieten der Insel in den 60er Jahren. Er hat sich aus dem Bolero entwickelt, einer Musik, die aus Kuba stammt und mit der Country Musik oder dem Rhythm & Blues der Vereinigten Staaten verglichen wird.

Ursprünglich wurde der Bachata von den ärmeren Schichten getanzt. Sein Hauptmerkmal ist eine Gitarrengrundmelodie. Der Text handelt im Wesentlichen von Paarbeziehungen und schweren Zeiten..

Das Wort Bachata, das so viel wie Sauferei bedeutet, wurde später von den Reichen verwendet, die damit die ausschweifenden Feste und die Typen bezeichneten, die diese Feste aufsuchten. Lange bevor die Bachata-Gruppen mit dominikanischer Musik auf den Markt kamen und mit der dominikanischen Musik auf dem Plattenmarkt Karriere machten, sah man kleine Musikergruppen auf den Straßen, die mit ihrer Gitarre zum Tanz
aufspielten.

In den 70er und 80er Jahren hatte der Bachata den schweren Alltag der ländlichen Bevölkerung zum Thema, Geschichten, die im Rhythmus des Bachata gesungen wurden. In seinen Texten ging es um verrückte Beziehungen zu Frauen, um Alkohol und nicht selten thematisierten sie tabuisiertes Verhalten.

Wie der Merengue so galt auch der Bachata eine Zeit lang als wenig salonfähige Musik, ja, es wurden sogar seine Texte verboten, bis diese schließlich etwas moderater wurden. Heute hat der Bachata vor allem in ländlichen Gegenden, aber auch in touristischen Zusammenhängen eine allgemeine Renaissance erlebt. Die Anhänger des Bachata treten zunehmend in den Medien auf und finden sich auf den Listen großer musikalischer Hits. Zu den bekanntesten dominikanischen Bachata-Interpreten gehören Aventura. Diese Musikgruppe interpretiert Bachata und Rythm and Blues und gehört zur New Yorker Musikszene. Bekannt sind auch Luis Vargas, Anthony Santos, José Veras und Raulín Rodríguez.

Musikfestivals

Wer jährlich aus aller Herren Länder in die Dominikanische Republik reist,
reserviert sich Eintrittskarten für die Musikfestivals. Er will sich von den süchtig machenden Rhythmen fesseln lassen, z.B. im Festival des Merengue in Santo Domingo. Dieses Festival findet jährlich in der letzten Juli- bzw. in der ersten August-Woche an der Uferpromenade Malecón statt. Ein Musikfest an der dominikanischen Küste lädt ein zum trinken, essen und tanzen.

Merengue-Festival in Puerto Plata

Puerto Plata richtet alljährlich in der dritten Oktoberwoche eines jeden Jahres eine Merengue-Woche aus. Mehr als 100.000 Touristen und Einwohner der Stadt treffen sich in den Bars unter freiem Himmel und auf den Straßen, um den Interpreten zu lauschen und an dem Festival teilzunehmen.

Der Tabak

Die Begriffe Tabak, Zigarre, Zigarillo, Havanna werden gewöhnlich verwendet, um ein Produkt zu benennen, das aus ein und derselben Pflanze stammt: dem Tabak. Da das schlußendliche Ziel das Verkosten des feinen Geschmacks der verschiedenen dominikanischen Tabakpflanzen ist, wollen wir nicht in die Einzelheiten gehen und bleiben in diesem Zusammenhang bei dem allgemeinen Begriff des Tabaks.
Die Dominikanische Republik ist der größte Tabakproduzent der Welt und weltweit Bekannt als „das Land des Tabaks“. Während der kubanische Tabak bekannter sein Mag, ist das dominikanische Tabaksortiment das weitaus umfangreichere.
Angesichts der Vielfältigkeit von Aromen, Farben und Preisklassen können die
Besucher nicht umhin, sie zu probieren und mit einer lokalen Auswahl in ihr Land.
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